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"vor einigen monaten wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre, mich mit ein paar filmstudenten einer organisation namens "filmArche" zu einer fragestunde zu treffen. ich versuche, solche gelegenheiten wahr zu nehmen, um den filminteressierten mut zu machen. aber meistens ist das gegenüber dann doch enttäuschend.
entweder es kommen nur wenige, und diese mit verkrampfter zurückhaltung oder ich treffe auf hartgesottenes halbgares halbwissen. als autodidakt habe ich grösstes verständnis für anfänge und anfänger, aber wenn ich keine leidenschaft spüre, keine dringlichkeit, keine not, etwas zu erzählen zu wollen, dann langweile ich mich. bestenfalls ärgert es mich.
die studenten und studentinnen der "filmArche" haben mich vom ersten augenblick an überrascht. zahlreich und begeistert sind sie gekommen. ihre fragen entsprangen der unbändigen lust, etwas zu machen, zu lernen, zu erzählen. ich war überrascht, dass sich da - mitten in berlin - selbst initiiert, selbst gegründet und organisiert, eine eigene filmschule entwickelt hat. anstatt den traum vom filmemachen aufzugeben, nachdem man an den "offiziellen" filmschulen nicht angenommen wurde, hat man sich selbst geholfen. inzwischen ist die "filmArche" eine ernstzunehmende alternative. menschen, die die begeisterung für filme zusammengeführt hat, unterrichten sich gegenseitig, drehen, schreiben, schneiden, sammeln filme und projekte, holen sich erfahrene filmschaffende als tutoren und saugen sie aus. (noch) ohne staatliche subvention, aber mit der nötigen ausrüstung, wird gelernt, was das filmemachen im innersten zusammenhält:
dass einem keiner helfen kann, wenn man sich nicht selbst hilft.
die abenteuerreise der "filmArche" hat längst begonnen."
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